Zahlen, Daten, Fakten

Geflügel in Zahlen: So viel Gutes steckt in Geflügel

von Elisabeth Jungklaus

Elisabeth Jungklaus
28. Februar 2026

Geflügelfleisch gehört zu den beliebtesten Lebensmitteln in Deutschland – und weltweit. Doch wie viel essen wir eigentlich? Welche Arten sind besonders gefragt? Was steckt ernährungsphysiologisch drin? Und wie nachhaltig ist Geflügelfleisch? Wir verraten es Dir! Viele aktuelle Zahlen, spannende Fakten und verständliche Einordnungen, perfekt geeignet für den Schulunterricht.

Chicken-Nuggets. Hähnchenspieße vom Grill. Putenschnitzel. Geflügelfleisch ist aus unserem Speiseplan kaum wegzudenken. Bei Jung und Alt. So lag im Jahr 2024 der Pro-Kopf-Verbrauch in Deutschland bei 13,6 Kilogramm – ein Rekordwert. Besonders beliebt ist Hähnchenfleisch mit rund 10,2 Kilogramm pro Person. Putenfleisch ist auf Platz 2. Ente und Gans spielen mengenmäßig eine deutlich kleinere Rolle.

Und … was isst der Rest der Welt? Scheinbar auch gerne Geflügelfleisch. Denn rund 34% des weltweiten Fleischkonsums entfallen auf Geflügel. Damit ist Geflügelfleisch das beliebteste Fleisch auf der Welt. Lecker!

Geflügel in Zahlen: Deutschland liebt Hähnchen

Was isst das Geflügel?

Wenn wir Geflügel essen, stellt sich die Frage: Was isst das Geflügel? Vereinfacht dargestellt erhalten die Tiere eine Futtermischung. Die typischen Inhaltsstoffe sind Getreide wie Mais oder Weizen, Eiweißträger wie Soja sowie Mineralstoffe und Vitamine. Küken werden in den ersten Wochen mit speziellem Aufzuchtfutter gefüttert, das einen höheren Rohproteingehalt hat. Übrigens lieben die Tiere Routinen. Das gilt auch für die Essenszeiten. Gegessen wird also jeden Tag fast zur gleichen Uhrzeit.

Die Futterproduktion macht einen Großteil der Treibhausgasemissionen in der Geflügelfleischerzeugung aus – nämlich ca. 78% der Gesamt-Emissionen. Geflügelfleisch hat insgesamt eine sehr gute Klimabilanz. Das liegt in erster Linie daran, dass die Tiere das Futter sehr gut verwerten. Grob gesagt, aus 2 Kilogramm Futter werden 1 Kilogramm Geflügelfleisch. Bei anderen Tierarten ist dieses Verhältnis schlechter.

Nachhaltig nahrhaft: das Nährstoffprofil von Geflügelfleisch

Geflügel ist einfach zuzubereiten. Geflügel ist leicht verdaulich. Und Geflügel ist ein Power-Food. Stichwort: fettarme Proteinquelle mit hoher Bioverfügbarkeit. So ist besonders das Nährstoffprofil definitiv ein Grund für die Beliebtheit über alle Generationen hinweg.

Geflügelfleisch beinhaltet viel hochwertiges Eiweiß – etwa 16 bis 24 Gramm pro 100 Gramm, je nach Teilstück. Gleichzeitig enthält es 114 bis 173 Kilokalorien und zwischen 3,6 und 11,2 Gramm Fett. Ein Großteil davon sind ungesättigte Fettsäuren. Hautloses Geflügelfleisch enthält nahezu keine Kohlenhydrate.

Was steckt noch Gutes in Geflügelfleisch?

Vitamine

  • B‑Vitamine: Geflügel ist eine Quelle für B‑Vitamine (z. B. B1, B2, B6, B12, Niacin), gut für Energie‑ und Nervenstoffwechsel
  • Vitamin E: Geflügelfleisch liefert generell nennenswerte Mengen an Vitamin E, wichtig für Zellen und Immunsystem

Mineralstoffe und Spurenelemente

  • Eisen: Entenfleisch enthält von allen Geflügelsorten besonders viel Eisen, gefolgt von Gans; auch Huhn und Pute tragen zur Eisenversorgung bei
  • Zink: Geflügelfleisch liefert Zink, das u. a. für das Immunsystem und den Stoffwechsel wichtig ist
  • Kalium, Calcium, Magnesium: besonders Putenfleisch ist ideal für Kinder und Sportler
  • Natrium: Entenfleisch ist im Vergleich zu den anderen Geflügelsorten besonders natriumreich

Geflügel ist also nicht nur beliebt, sondern auch ernährungsphysiologisch interessant und gesellschaftlich relevant. Besonders für Kinder und Jugendliche bietet Geflügelfleisch viele Anknüpfungspunkte – von Ernährung bis Nachhaltigkeit –, die entdeckt und selbst verkostet werden können.

Keine Kohlenhydrate! Echt jetzt?

Das stimmt tatsächlich. Denn hautloses Geflügelfleisch hat praktisch 0g Kohlenhydrate und ist damit als „reiner“ Proteinlieferant sehr beliebt.

 

100g Geflügelfleisch decken u. a.:

  • 77% des Niacin-Tagesbedarfs
  • 37% des Vitamin B6-Tagesbedarfs
  • 15% des Vitamin B12-Tagesbedarfs

Hinzu kommen wichtige Mineralien wie Kalium, Magnesium, Eisen und Zink.

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