Was erwarten Familien eigentlich von der Schulverpflegung ihrer Kinder? Eine neue Studie zeigt: Geschmack ist wichtig. Aber auch Eiweiß, gute Zutaten und klare Informationen über die Herkunft spielen eine große Rolle. Viele Eltern wünschen sich mehr Transparenz – und eine ausgewogene Mischung mit proteinreichen Lebensmitteln wie Geflügelfleisch.
Studie Schulverpflegung 2026
Schulessen: Was Eltern wirklich wollen
von Saskia Troche
Mittagessen in der Schule ist längst mehr als eine schnelle Mahlzeit. Für viele Kinder ist das gemeinsame Essen in der Schule eine der wichtigsten Hauptmahlzeiten am Tag. Ab August 2026 gilt der Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder. Entsprechend hoch ist die Relevanz dieses Themas. Die neue Studie “Schulverpflegung in Deutschland 2026" zeigt nun, worauf Eltern besonders achten. Im Rahmen der Studie wurden 1.500 Eltern deutschlandweit befragt, was ihnen beim Schulessen für ihre Kinder wichtig ist.
Eltern fordern mehr Proteine
Viele Eltern wünschen sich gesunde, eiweißreiche Mahlzeiten. Denn Eiweiß ist wichtig für Wachstum, Konzentration und Energie im Schulalltag. In der Studie wird deutlich: Rund 71 Prozent der Befragten befürworten sogar eine Mindestmenge an Protein im Schulmittagessen als Qualitätsmerkmal. Eiweiß gilt damit für viele Familien als wichtiges Qualitätsmerkmal im Schulessen. 88,8 Prozent der befragten Eltern halten es für wichtig, dass das Schulessen gesund und eiweißreich ist.
Viele Eltern denken dabei nicht nur an eine einzelne Zutat. Vielmehr geht es um eine ausgewogene Mischung verschiedener Proteinquellen. Neben Hülsenfrüchten, Eiern und Fisch wird auch Geflügelfleisch häufig genannt. Geflügelfleisch spielt dabei eine bedeutende Rolle (42,8 Prozent). Die Mehrheit der befragten Eltern (79,4 Prozent) bevorzugt unter allen Fleischsorten ganz klar Geflügelfleisch.
Geschmack ist wichtig – aber nicht alleine
“Schmeckt lecker!” ist gerade für Kinder der Maßstab schlechthin. Wenn Kinder gern essen, steigt auch die Akzeptanz der Schulverpflegung. Aber ebenso wichtig sind Abwechslung im Speiseplan und gesunde, eiweißreiche Zutaten.
Weitere Aspekte wie Preis, Herkunft aus Deutschland und Nachhaltigkeit ergänzen das Anspruchsprofil der Eltern. Besonders bei der Herkunft gibt es den klaren Wunsch, dass die Lebensmittel für das Schulessen aus Deutschland kommen (74,6 Prozent)!
Aktuell jedoch klafft eine große Lücke zwischen Wunsch und Wirklichkeit. DENN – nicht einmal jedes zweite Elternteil ist aktuell mit dem Schulessen zufrieden.
Lücke zwischen Wunsch und Wirklichkeit
Lücke zwischen Wunsch und Wirklichkeit
Besonders kritisch sehen viele Eltern aktuell:
- mangelnde Transparenz bei Herkunft und Produktionsstandards
- geringe Information über Erzeugungsbedingungen
- Verbesserungsbedarf bei Geschmack und saisonalen Zutaten
Eltern möchten genauer wissen, wo die Lebensmittel herkommen und wie sie produziert wurden. Für Schulen und Caterer bedeutet das: Mehr Informationen über Herkunft und Produktion könnten das Vertrauen deutlich stärken.
Schulmittag: ein Lernort für Ernährung
Das gemeinsame Schulessen ist nicht nur Versorgung. Es ist auch Bildung. Kinder lernen täglich, wie Ernährung funktioniert. Welche Lebensmittel gibt es? Wie schmecken sie? Und wie entsteht unser Essen?
Gerade hier können Schulen viel bewegen. Wenn Qualität, Transparenz und ausgewogene, eiweißreiche Ernährung zusammenkommen, wird aus dem Mittagessen ein echter Lern- und Genussort.
Und genau das wünschen sich viele Eltern: proteinreiches, gesundes Essen – verständlich erklärt.
Über die Studie “Ansprüche an Schulverpflegung”
Fakten auf einen Blick
• Befragungszeitraum: 02.02. bis 22.02.2026
• Befragte Zielgruppen: 1.500 Eltern schulpflichtiger Kinder
• Durchführung: Civey GmbH im Auftrag der Deutschen Geflügelwirtschaft
Alle Zahlen, Daten, Fakten zur Studie gibt es hier.